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Termine – Berichte – Rückblicke

Gruß und Dank aus Tholey

Zunächst wünsche ich Ihnen, liebe Pfarrangehörige der Pfarreiengemeinschaft Heiligkreuz, ein gutes neues Jahr 2024. Möge es für Sie und Ihre Familie unter Gottes Segen stehen. Ende Oktober konnte meine Mutter ihr 100. Lebensjahr vollenden. Zu diesem Jubiläum hat sie auch viele telefonische und postalische Grüße und Glückwünsche aus den Pfarreien Heiligkreuz, St. Maternus und St. Michael erhalten. Hierfür möchte ich mich im Auftrag meiner Mutter herzlich bedanken! Leider verlief ihr Geburtstag anders als geplant. Denn drei Tage zuvor hat sie sich bei einem Sturz in der Wohnung schwer verletzt und musste den Tag im Krankenhaus St. Wendel verbringen. Inzwischen sind die körperlichen Folgen der Verletzung einigermaßen abgeklungen, doch hinterlassen der Krankenhausaufenthalt und das Alter deutlich mehr und mehr ihre geistigen Spuren. Erhoffen und erbeten wir das Beste für uns alle.

Herzliche Grüße aus Tholey Ihr ehemaliger Pastor Theo Welsch

Fernsehgottesdienst – Sendung verpasst?

Der Live-Mitschnitt des Fernsehgottesdienstes am 6. August aus der Pfarrkirche St. Michael,
Trier-Mariahof
ist weiterhin in der Mediathek des ZDF zu sehen:

www.zdf.de/gesellschaft/gottesdienste/katholischer-gottesdienst-502.html

Ein sommerliches Medienereignis:

ZDF-Gottesdienst am 6. August 2023 aus St. Michael, Trier-Mariahof

Freitag, 4. August, 8 Uhr: Der erste LKW steht neben der Kirche St. Michael. Connor und Max – Schüler der Katholischen Erzieherinnenschule sind bereit; ich komme dazu. Ab jetzt heißt es: Ausladen. Traversen, Bodenplatten, die das Gewicht verteilen – Ausrüstung, die sonst für ein Rockfestival benötigt wird. Doch hier wird das Bühnenmaterial in die Kirche eingebaut. Um 10:30 Uhr rücken noch zwei Trucks an. Tonnen von Material bestücken die Kirche mit Scheinwerfern, Kabeln und, und, und ... Stadtwerke und Firma Wöffler sind im Vorfeld engagiert und an Bord. Mittlerweile sind auch Annalena, Victoria und Uwe mit Arbeitshandschuhen ausgestattet und erhalten die Sicherheitshinweise. Später werden noch Darren und Mara hinzukommen. Neben der Erzieherinnenschule stellen auch Mitglieder des Zeltlagers Mariahof die „Rowdies“: Sie werden das ganze Wochenende für Auf- und Abbau und für die Funktionstüchtigkeit der Kameras bei der Ausstrahlung des ZDF-Gottesdienstes am 6. August von 9:30-10:15 Uhr sorgen, gemeinsam mit einer Crew von fast 30 Menschen vom ZDF und einer vom Sender hinzugeorderten Veranstaltungsfirma.

Damit an diesem Sonntag alles stimmt: Licht und Ton und die Bilder, die Menschen am Fernsehen ermöglichen sollen, einen Gottesdienst nicht nur fernzusehen, sondern mitzufeiern. Redaktion und Regie und Produktionsleitung und Tonmeister und Lichtmeister: Hand in Hand greifen die einzelnen Bestandteile einer Fernsehproduktion ineinander. Am Besprechungstisch wird mit den „Protagonisten“ jedes Detail und jede Bewegung besprochen: mit Burkhard Pütz für den Chor und die Musik, mit Elli Lentes und Louisa Kress für die Messdiener. Hildegard Neidhard als Küsterin (und Lektorin) darf ebenso wenig fehlen wie die Lektorinnen Sabine Schwadorf, Eleonore Müller, Elisabeth Ruschel und Lektor Christoph Berger. Damit die Kräfte erhalten bleiben, wird für stärkende Imbisse und Getränke gesorgt. Die Kaffeemaschine im Pfarrheim läuft auf Dauerbetrieb: Manfred Müller und Hans Beck vom Verwaltungsrat sorgen mit Ute Noll und Küsterin Hildegard Neidhard für das leibliche Wohl.

Erste Stellprobe am Freitagnachmittag, Sonderaufnahmen von Kirchenraum, -bildern und -fenstern für die „MAZ“ werden am Samstagvormittag voraufgezeichnet, auch die Kommmunionmeditation. Dann weitere Probe am Samstagnachmittag und als „echte“ Eucharistiefeier wird der Fernsehgottesdienst als Vorabendmesse im „Generalprobenmodus“ um 17:15 Uhr gefeiert. Danach wird in der Nachbesprechung um Minuten gefeilscht, denn die 45 Minuten Sendezeit sind ohne Wenn und Aber einzuhalten. Der Prediger garantiert eine Einsparung in der Predigt von zwei Minuten: Redaktion und Regie gehen den Deal ein. Vermittelnd und unterstützend mit allen Akteuren im Gespräch: Frau Anja Wonner von der Katholischen Fernseharbeit der Deutschen Bischofskonferenz. Für Chor und Messdiener und Lektorinnen heißt das nahezu Dauerpräsenz in St. Michael.

Schließlich ist es so weit: Am Sonntag, dem 6. August leuchtet um 9:30 Uhr das rote Licht auf: ab jetzt ist alles LIVE. Keine Möglichkeit mehr zu einer Korrektur. Und es gelingt! Mehrere hunderttausend Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgen den Sonntagsgottesdienst am Fest Verklärung des Herrn mit, staunen über den Kirchenraum, der dank der Lichttechnik und der im Vorfeld erklärenden Hilfe durch Frau Koob gut ins Bild gesetzt wird, erfreuen sich an der Musik und an der Liturgie. Woher wissen wir das? Nach dem Gottesdienst waren wieder viele aus unserer Pfarreiengemeinschaft im Einsatz; mehr als zwanzig Ehrenamtliche haben den Telefondienst übernommen: Bis 18 Uhr konnten Zuschauende anrufen, Rückmeldung geben und die DVD oder die Predigt oder Informationsmaterial zur Kirche St. Michael bestellen. Sehr, sehr viele haben diese Gelegenheit zu einem persönlichen Gespräch dankbar in Anspruch genommen. Auch dem Telefondienst sei von Herzen gedankt – sie haben mit dafür gesorgt, dass der Fernsehgottesdienst ein Erlebnis für die Seele geworden ist. Um es mit dem gottesdienstlichen Thema dieses Sonntags auszudrücken: dass Menschen mit Jesus auf dem Tabor einen Lichtblick für sich gewinnen konnten.

Domkapitular Benedikt Welter, Pfarrer

Singen zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen

Der Diözesanverband Trier der Kinder- und Jugendchöre PUERI CANTORES ehrte im Mai 2023 folgende sechs Jugendliche im Alter von 12 und 13 Jahren für ihre langjährige aktive Mitgliedschaft im Kinder- und Jugendchor Heiligkreuz Trier:

  • Dave Akongha (für 5 Jahre, seit 2018)
  • Luna Amon (für 6 Jahre, seit 2017)
  • Constantin Howitz (für 5 Jahre, seit 2018)
  • Kirana Kasper (für 6 Jahre, seit 2017)
  • Klara Mathea Lang (für 6 Jahre, seit 2017)
  • Benjamin Trapp (für 5 Jahre, seit 2018)

Die jungen Sängerinnen und Sänger erhielten im Rahmen eines vom Chor gestalteten Gottesdienstes am 5. Sonntag der Osterzeit in der Pfarrkirche Heiligkreuz eine entsprechende Urkunde des Diözesanverbandes Trier, in welcher der Vorsitzende Lukas Stollhof und der geistliche Beirat Jonas Weller ihnen im Namen des Deutschen Chorverbandes Pueri Cantores Dank und Anerkennung aussprechen.

Sie wünschen ihnen in der Gemeinschaft des Chores weiterhin viel Freude und Gottes reichen Segen!

Dem schließen wir uns an und gratulieren ebenfalls ganz herzlich!

Pfarrer Benedikt Welter, Domkapitular                     Dekanatskantor Burkhard Pütz, Chorleiter

Ausflug unseres Kinder- und Jugendchores in den Europapark

Am 1. Oktober 2022 unternahmen der Kinder- und Jugendchor sowie die Chorgemeinschaft Heiligkreuz mit 22 Kindern und Jugendlichen sowie acht Erwachsenen einen Ausflug in den Europapark nach Rust.

Hier einige spontane Reaktionen der Kinder und Jugendlichen:

Mir hat am besten gefallen, dass ich Zeit mit den Chorleuten verbringen konnte. Auch die Holz-Achterbahn war sehr toll, und die „Blue Fire“ war auch nicht schlecht.

Alison Akongha (16 Jahre)

Im Europapark hat mir der isländische Themenbereich am besten gefallen, da dort die coolsten Achterbahnen mit „Wodan“ und „Blue Fire“ zu fahren waren.

Tobias Reinholz (13)

Besonders gefallen hat mir die Holz-Achterbahn „Wodan Timburcoaster“, da ich noch nie zuvor mit so einer großen und schnellen Attraktion gefahren bin.

Mathis Winkler (15)

Mir hat am besten die „Blue Fire“ gefallen, aber leider mussten wir eine Stunde warten.

Constantin Howitz (11)

Ich fand persönlich die „Blue Fire“ am besten, weil sie mir einen sehr großen Adrenalin-Kick gegeben hat. Auch die Gemeinschaft mit anderen Chormitgliedern war sehr schön.

Matthias Taubert (13)

Mir gefiel am meisten der „Londoner Bus“ und „Schachmatt“

Aron Cuso (10)

Die „Blue Fire“ war toll. Ich war froh an dem tollen Gruppen-Event teilzunehmen.

Karl Rüfner (13)

Ich fand es eine tolle Zeit im Europapark. Besonders gefallen hat es mir mit den Chorleuten durch den Park zu laufen und die Fahrgeschäfte zu testen.

Richard Hagen (16)

Die Fahrt war super toll und aufregend. Ich würde so gerne nochmal dorthin fahren.

Kirana Kasper (12)

Im Europapark hat mir die „Euro-Mir“-Achterbahn am besten gefallen. Außerdem ist es natürlich immer sehr schön, Spaß mit den Chorfreunden zu haben J

Céline de Crozals (17)

Der Europapark war eine tolle Aktion! Besonders gut haben mir die Achterbahnen gefallen, aber auch Zusammensein mit meinen Freunden. Es gibt auf jeden Fall Wiederholungsbedarf, also wirklich schön für jede Altersgruppe.

PS: Bin stolz auf Céline, die sich überwunden hat, mit uns auf die Achterbahn zu gehen.

Viviane Leukel (17)

Mir hat am besten „Schachmatt“ gefallen.

Tim Wolf (10)

Im Europapark hat mir am allerbesten gefallen, Zeit mit meinen lieben Mitsängerinnen auch mal außerhalb des Chors zu verbringen. Ein Highlight war außerdem das „Voletarium“!

Susanne Berger (18)

Mir hat die „Blue Fire“ am besten gefallen. Wir mussten aber eine Stunde anstehen.

Dave Akongha (11)

Ich fand die „Blue Fire“ am besten; ich fand die Busfahrt auch cool.

Christoph Viereck (10)

Mir hat am besten „Schachmatt“ und der „Londoner Bus“ gefallen.

Vaios Goumas (11)

Ich fand die Idee mit dem Europapark sehr schön, Wir haben viel Spaß gehabt und es gab so viele Attraktionen, dass wir gar nicht alle sehen konnten. Am meisten gefallen hat mir das „Voletarium“, mit Wind- und Wassereffekten. Es war ein sehr schöner Tag!

Luna Amon (12)

Die „Blue Fire“ war das Coolste!!!

Jan-Philip Pixius (10)

Am besten gefallen hat mir die „Euromir“. Das Schlimmste war, dass wir zurück nach Trier mussten.

Marc Cuso (14)

Ehrungen im Kinder- und Jugendchor Heiligkreuz

Der Diözesanverband Trier der Kinder- und Jugendchöre PUERI CANTORES ehrte im November 2021 folgende vier Jugendliche für ihre langjährige und aktive Mitgliedschaft im Kinder- und Jugendchor Heiligkreuz Trier:

  • Mark Cuso (für 6 Jahre, seit 2015)
  • Tobias Reinholz (für 5 Jahre, seit 2016)
  • Karl Rüfner (für 6 Jahre, seit 2015)
  • Matthias Taubert (für 6 Jahre, seit 2015)

Klingende Orgel-Infos in Heiligkreuz

Ein neues Medium erfreut sich zunehmender Beliebtheit: Die interaktiven Informationstafeln von Prélude-Orgelinfo, die in ausgewählten Kirchen mit besonderen Orgeln den Weg sowohl zu deren Klang als auch zu Hintergrundinformationen öffnen.

So sind jetzt auch am Eingang der Trierer Kirche Heiligkreuz (Arnulfstraße) seit Neuestem zwei Tafeln angebracht, die sowohl über die Sauer-Orgel als auch über die Pfarrkirche Heiligkreuz informieren. Ebenso gibt es Informationen zu dem bedeutenden Architekten der Kirche, Gottfried Böhm, der in diesem Jahr verstorben ist. 

Ein QR-Code auf den Informationstafeln, der mit dem Smartphone eingescannt werden kann, führt automatisch zur Webseite www.prelude-orgel.info. Auf diese Weise kann unabhängig von Gottesdienst oder Konzert die Heiligkreuzer Orgel bis zu rund zwanzig Minuten in den verschiedensten Mischungen ihrer 36 Register gehört werden.

Dekanatskantor Burkhard Pütz präsentiert ihre unterschiedlichen Klangfarben mit Orgelwerken von Johann Sebastian Bach, Karl Hoyer, Dom Paul Benoît und Jean Langlais.

Selbstverständlich ist die Orgel auch zuhause auf der „Prélude“-Homepage zu hören. Ein weiterer QR-Code auf den Tafeln führt zu Wissenswertem über die Orgel und die Kirchenmusik, über Pfarrkirche und historische Kapelle sowie das kirchliche Leben in Heiligkreuz.

Finanziert werden die beiden Info-Tafeln von der Kirchengemeinde Heiligkreuz und dem Förder­verein Kirche Trier-Heiligkreuz e. V.

Weitere Infos: www.prelude-orgel.info

v.l.n.r.: Hermann Lewen, Initiator des Orgelinfo-Projektes, Elisabeth Ruschel, Vorsitzende
des Fördervereins Kirche Trier-Heiligkreuz, Dekanatskantor Burkhard Pütz.

Gottfried Böhm

Architekt und Bildhauer am 9. Juni 2021 verstorben

Als Baumeister und Bildhauer der klassischen Schule hat Böhm dutzende von Kirchen und eine Vielzahl weiterer öffentlicher Gebäude entworfen und gebaut.

Im Büro seines Vaters, Prof. Dominikus Böhm, gleichfalls namhafter Kirchenbaumeister und Architekt, begann er 1947 seine Ausbildung, heiratete 1948 Elisabeth Haggenmüller und führte mit ihr gemeinsam das Architekturbüro. Drei der vier Söhne sind gleichfalls namhafte Architekturpersönlichkeiten.

1986 erhielte er für sein Lebenswerk als erster deutscher Architekt und Baumeister den internationalen Pritzker-Architekturpreis, die weltweit höchste Architektur-Auszeichnung. Sein künstlerisches Schaffen war zeitlebens von der Liebe zum Material und Detail geprägt.

Auch in Trier ist sein Schaffenswerk sichtbar. 1960/61 wurde unsere Pfarrkirche Heiligkreuz, gemeinsam mit Pfarrer Jakob Begon nach seinen Plänen als schlichter, großer Rechteckbaukörper aus zweischaligem Ziegelmauerwerk mit einer kupfergedeckten Stahlbetonfaltwerk-Konstruktion und kugelbekrönten Walmspitzen realisiert.

Prof. Gottfried Böhm verantwortete ab dem Jahre 1968 die beginnenden Renovierungsarbeiten an der ältesten Bischofskirche in Deutschland, die Hohe Domkirche zu Trier, die am 1. Mai 1974 in einem feierlichen Akt wiedereröffnet wurde. 2002 wurde das Gebäude der Agentur für Arbeit in Trier, Dasbachstraße, fertiggestellt.

Gottfried Böhm      Entwurfzeichnung 09.04.1959

Förderverein Kirche Trier-Heiligkreuz e. V.

Der Kirche Heiligkreuz auf die Spur kommen

„Zelt“ - „Burg“ - „Stadtteil-Raum“ – Ein etwas anderes Orgelkonzert

Der Förderverein Kirche Trier-Heiligkreuz e.V. lud zusammen mit der Pfarrgemeinde am Samstag, 9. Oktober 2021 um 19.00 Uhr zu einer Orgel-Soirée in die Pfarrkirche Heiligkreuz ein. Sie stand unter dem Titel „Zelt“ - „Burg“ - „Stadtteil-Raum“.

Diese Kirchenbilder wurden von Dekanatskantor Burkhard Pütz mit Orgelwerken von Johann Sebastian Bach, Max Reger, Sigfrid Karg-Elert, Gerard Bunk, Jehan Alain und Marcel Dupré eindrucksvoll zum Klingen gebracht.

Dazu wurden im Gedenken an Gottfried Böhm (1920-2021), den in diesem Jahr verstorbenen Archi­tekten der Heiligkreuzer Kirche, Textimpulse vorgetragen, die mit seinem Werk in Beziehung stehen. Darlegungen des früheren Bistumsarchitekten Alois Peitz und von Helmut Kraaz, einem Schüler und Mitarbeiter Gottfried Böhms, verdeutlichten die biblischen und theologischen Impulse, die im Bau der Heiligkreuzer Kirche zum Ausdruck kommen, wie zum Beispiel sein Anliegen, Kirche als Stadtteil-Raum bzw. als Ort Gottes in der Stadt zu gestalten. „Das Dach“ so ein Theologe zu Böhms Kirchenbauten, „überwölbt in Form eines Zeltes nicht nur den Altar, sondern die ganze sich versammelnde Gemeinde als das neue Gottesvolk.“

Die Soirée lud dazu ein, den Blick genauer auf das Bauwerk Böhms zu richten. Es gibt darin vieles neu zu entdecken. Burkhard Pütz gilt ein herzliches Dankeschön für das Benefiz-Konzert, das die Besucher zu einem tollen Spendenbeitrag für die anstehenden Renovierungsarbeiten motivierte.

Konzertprogramm

Erneuerung Kirchenfenster Kirche Heiligkreuz

Der Architekt Gottfried Böhm hat die Fensterwände auf der Altar- und Orgelseite so gestaltet, dass sie das Namensmotiv der Kirche, das Kreuz, vielfach zum Ausdruck bringen. In den Betonstelen der beiden Fensterwände steht ein Kreuzmotiv über dem anderen. Etwa 40 dieser Fenster sind an der Fensterwand auf der Westseite an den Seiten der Orgel gebrochen und zum Teil bereits heraus-gefallen.

Bei der Erneuerung der Scheiben, die in Opak-Glas anstelle des anspruchsvollen Alabasters erfolgen soll, muss jede Scheibe individuell geschnitten werden. An der Außenfassade werden Steiger eingesetzt, um die Reparaturarbeiten sicher ausführen zu können. Es handelt sich also um eine Reparatur mit besonderem Aufwand.

Der Förderverein Kirche-Heiligkreuz wird sich für die Renovierung der Fenster engagieren und die Kirchengemeinde Heiligkreuz bei dem erwarteten Eigenanteil von 20.000 bis 24.000 € unterstützen. Er bereitet eine Spendenaktion vor und bittet schon heute darum, dass sich möglichst viele Heiligkreuzerinnen und Heiligkreuzer beteiligen.

Die Fensterwände der Heiligkreuzer Kirche sind ein besonderes Architektur-Element. Nicht nur beim Ostermorgengottesdienst verändert das einfallende Sonnenlicht den Kirchenraum. Während die Fensterwand von außen sehr massiv und schützend erscheint, wirkt innen das eindringende Licht. Die Kirche, so das Anliegen des Architekten Gottfried Böhm, wird zu einem Erfahrungsraum im Sinne von „Gott ist uns Licht und Leben“.

Wir bitten um Ihre Spende für die Erneuerung der gebrochenen Kirchenfenster.

Förderverein Kirche Trier-Heiligkreuz e.V.

Spendenkonto: IBAN DE21 5855 0130 0001 1049 26

Förderverein Kirche Trier-Heiligkreuz e. V.

Dass unsere alte Kapelle in Heiligkreuz aus dem 11. Jahrhundert ein frühromanisches Kleinod und in vielen Reise- und Architekturführern verzeichnet und beschrieben ist, wissen sicherlich viele Gemeindemitglieder (und Kunstinteressierte ohnehin).

Dass aber auch unsere in den 1960er Jahren von dem bekannten deutschen Architekten Gottfried Böhm entworfene Pfarrkirche eine sehr reizvolle, bauzeittypische, architektonisch gelungene Kirche ist, wissen wenige. Und dass die Kirche über ein Seitenschiff mit zwei Rundtürmen, den Beichttürmen, verfügt, wohl noch weniger.

Vielleicht liegt es daran, dass wir die Kirche lediglich als Zweckbau wahrnehmen, der sich in einem zunehmend schlechten baulichen Zustand befindet, oder weil wir mit anderen Dingen beschäftigt sind.

Das soll sich aber ändern: Als konkretes Ergebnis der mehrmonatigen Überlegungen und Diskussionen des „Arbeitskreises Zukunft Kirche Heiligkreuz“ zur alternativen, aktiveren Nutzung und Neugestaltung der Kirche wurde am 29. November 2018 ein Förderverein gegründet, der die Kirche Heiligkreuz in den Mittelpunkt ihres Vereinszweckes stellt.

Der Förderverein Kirche Trier-Heiligkreuz verfolgt drei Ziele:

1.     Die Unterstützung der notwendigen Bau- und Sanierungsmaßnahmen zum Erhalt und zur Verschönerung der Pfarrkirche durch das Sammeln von Spenden und Förderungen.

2.     Die Erweiterung der Nutzung der Pfarrkirche durch Veranstaltungen oder Kooperationen mit anderen Kulturschaffenden und Vereinen.

3.     Die Bewahrung und Verschönerung des Ortskerns, dies insbesondere in Zusammenarbeit mit den lokalen Vereinen.

Vereinsvorsitzende ist Elisabeth Ruschel. Sie hatte die Idee und gab den Anstoß zur Gründung eines solchen Fördervereins. Unterstützt wird sie im geschäftsführenden Vorstand von den drei weiteren Vorstandsmitgliedern, alle Heiligkreuzer und Gemeindemitglieder der Pfarreien­gemeinschaft.

Pfarrer Welsch, der Verwaltungs- sowie der Pfarrgemeinderat begrüßen und unterstützen die Vereinsgründung. Wollen auch Sie die Ziele des Fördervereins unterstützen? Werden Sie Vereins- oder Fördermitglied! Ordentliche Vereinsmitglieder zahlen einen Mitgliedsbeitrag und stehen dem Verein mit Rat und Tat zur Seite. Als Fördermitglied unterstützen Sie den Verein finanziell und nehmen am Vereinsgeschehen und seiner Vereinsarbeit weniger direkt teil. Beide Mitglieder sind herzlich willkommen. Ordentliches oder Fördermitglied werden Sie, wenn Sie eine Beitritts­erklärung ausfüllen und im Pfarrbüro oder direkt bei Frau Ruschel abgeben.

Wenn Sie darüber hinaus Unterlagen (Fotos, Artikel etc.) oder Bildmaterial zur Kirche haben, freut sich der Förderverein über Ihre Mithilfe. Denn der Förderverein sammelt und archiviert alle Unterlagen zur Entstehung und Entwicklung unserer Kirche.

Dr. Stefan Grabowsky

Tierischer Volksfreund vom 16.11.19

Liebe Angehörige der Pfarreiengemeinschaft Heiligkreuz,

am 6. Februar 2022, in der Eucharistiefeier um 15:00 Uhr in der Pfarrkirche Heiligkreuz werde ich vom Dekan des (neuen) Pastoralen Raumes, Domkapitular Dr. Markus Nicolay als Ihr neuer Pfarrverwalter (mit dem Titel Pfarrer) vorgestellt werden.

Damit endet die sogenannte Zeit der Vakanz, weshalb ich zu Beginn allen ausdrücklich danke, die diese Zeit verantwortlich mitgestaltet haben – und das noch zusätzlich erschwert durch die Pandemie:

Ich danke dem Pfarrverwalter und ehemaligen Dechanten Pfarrer Ralf Schmitz sowie unserer Gemeindereferentin Silvia Schmitz-Metzler, die die Aufgabe der Koordinatorin der Seelsorge über­nommen hat; ebenso unserer Gemeindereferentin Ursula Caratiola-Lauscher, unserem Diakon Franz Rudolf Junge und unserer Pfarrsekretärin, Frau Monika Aubart. Danken will ich auch den Mitbrüdern im Ruhestand: Professor Dr. Wolfgang Lentzen-Deis und Pfarrer i. R. Klemens Hombach für ihre priesterlichen Dienste.

Mein herzlicher Dank gilt auch allen, die in den Gremien Verantwortung übernommen haben: namentlich den Ersten Vorsitzenden der Verwaltungsräte Herrn Wolfgang Müller, Herrn Guido Leonardy und Herrn Ulrich Heintz und dem Ersten Vorsitzenden der Verbandsvertretung, Herrn Franz Aubart – und ich bin sehr darüber erfreut, dass die Herren sich bereit erklärt haben, ihren Ersten Vorsitz weiterhin auszuüben.

Ebenso danke ich den Verantwortlichen in den pastoralen Gremien: hier danke ich namentlich den Vorsitzenden der Pfarrgemeinderäte Frau Sabine Schweitzer-Hammes, Herrn Christoph Berger und Herrn Jörg Kämper und dem Vorsitzenden des Pfarreienrates, Herrn Ludwig Kuhn.

Alle, die gerade unter den mühseligen und belastenden Umständen der Pandemie sich für das kirchliche Leben in unseren Pfarreien und unserer Pfarreiengemeinschaft eingesetzt haben, schulde ich großen Dank – auch allen Angestellten unseres Kirchengemeindeverbandes.

Wie ich im Weihnachtspfarrbrief in wenigen Zeilen angekündigt habe, stelle ich mich Ihnen hiermit ein wenig ausführlicher vor. Wenn ich mein Leben nach Flussnamen gliedern würde, müsste es heißen: Rhein - Mosel - Salzach - Mosel - Saar - Mosel - Saar - Mosel. Doch will ich Sie nicht mit meinem Lebenslauf langweilen, sondern Ihnen einige Facetten aufzeigen, die den "Neuen" umtreiben, der jetzt als Priester bei Ihnen wirken darf – wobei "Facette" ja etwas mit "Schliff" zu tun hat: bei Edelsteinen, wie bei Klingen oder Druckplatten...

Die jetzt dreißig Jahre, die ich Priester sein darf, haben durch die Erfahrungen, die ich in unterschiedlichen Aufgaben machen durfte, in gewisser Weise meine Person "geschliffen", und zwar in dem Sinne, dass an mir herausgearbeitet wurde, was es bedeutet, in unserer jetzigen Zeit die "aus der Zeit gefallen" erscheinende Existenz als Priester zu leben – und das als der Mensch, der ich bin; mit seinen Charaktereigenschaften, biographischen Prägungen, mit seinen Schwächen und mit dem, was als Stärke gelten mag.

Facette 1: Menschenbeziehung - Gottesbeziehung

Und wenn ich vom "Priester" spreche, dann hat das nur Sinn, wenn ich auch von "Kirche" spreche, und damit von jenem "WIR", das wir sein dürfen, weil die Taufe uns zu dem macht, was wir wesentlich sind: Vertraute Gottes - als "Töchter" und "Söhne", als "Schwestern" und "Brüder". Wir verwenden demnach in unserem kirchlichen Jargon familiäre Beziehungsbegriffe, die zudem eine unterschiedliche Intimität, eine differenzierte Nähe und Distanz zum Ausdruck bringen. Dieses "Töchter und Söhne", "Schwestern und Brüder" klingt zudem sehr universal gültig im Hinblick auf alle Getauften; doch zeigt unsere reale Anwendung dieser biblischen Anreden eher eine lokale Begrenzung. In der Dimension von etwas mehr als hundert Jahren sehen viele in der "Pfarrei" den Ort, wo diese Beziehungen praktiziert werden. Daher rührt auch die große Sorge, die mannigfach aufkam, als im ersten Versuch, die Bistumssynode umzusetzen, die "Pfarrei der Zukunft" entwickelt wurde.

Die Frage treibt mich schon sehr lange um: Prägt die uns in der Taufe geschenkte Gottes­beziehung die Beziehung zu den Menschen, oder prägen unsere menschlichen Beziehungen die zu Gott und damit wieder rückwirkend?

Mit der Konsequenz, dass nicht nur "Gott" immer kleiner gedacht und gelebt wird, sondern auch der Mensch. In der Regel kennen wir die Folgen: Machtkämpfe, Konkurrenzen, Besitz­standsdenken, Festlegung des anderen in wohlgeordneten Schubladen. "Bei Euch aber soll es nicht so sein ...", meldet sich das bekannte Jesuswort.

Facette 2: Anfang und Anfang

Die Erschütterungen in unserer aktuellen kirchlichen Situation. Die Verwerfungen und Entfremdungen, die seit dem Bekanntwerden der "Sexualisierten Gewalt" unsere innersten Kreise aufwühlen, ist eine Realität, der wir uns stellen müssen. Und darin einer anderen, die zeitgleich wirkt, und die "säkulare Welt" genannt wird. Viele Menschen leben in unseren Tagen mit einem hohen moralischen oder ethischen Anspruch an ihren Alltag und bedürfen dazu keines Gottes und keines Glaubens mehr: Junge Menschen, die sich für den Erhalt der Erde einsetzen – die wir "Schöpfung" nennen – benötigen für ihr Engagement keines "Schöpfers" mehr; Menschen, die sich für Geflüchtete oder für Obdachlose oder für andere einsetzen, die der Zuwendung und Hilfe bedürfen, tun dies, ohne dass sie auf ein "Gebot" der Nächstenliebe zurückgreifen müssen oder gar auf einen Jesus Christus, der selbst erkennbar sein will in den Geschundenen.

Bei allem Menschengemachten und Fehlerhaften unserer Bistumssynode und der Versuche, sie in den Jahren von 2016 bis 2019 in konkreten bistumsweiten Entscheidungen umzusetzen: für mich bleibt sie der anzuerkennende "Anfang", um den traditionsreichen Glauben unserer katholischen Kirche in der Gegenwart ankommen zu lassen; indem wir diese Gegenwart nicht als "feindlich" erklären, sondern als Hilfe für uns, das Evangelium neu in seiner ursprünglichen Kraft zu durchdringen und zu leben: demütig und ohne Aktivismus und in Treue.

Facette 3: "Alles bleibt anders"

Sie haben in den letzten Jahren Ihre Erfahrungen als Pfarreiengemeinschaft gemacht, auf die aufgebaut werden kann, wenn wir nun bis spätestens 2025 auf dem Weg sind, rechtlich EINE Pfarrei zu werden. Das ist für mich ein Weg des Einübens in das, was "Pfarrei" für die sich darin Beheimatenden emotional bedeutet und was "Pfarrei" als rechtliche Größe meint. Hinzukommt, dass ich nicht allein die Nachfolge von Pfarrer Theo Welsch und Pfarrer Georg Goeres – und aller Vorgänger – antrete, sondern der Bischof mir ab dem 1. Januar auch die Aufgabe über­tragen hat, Vorsitzender des Diözesancaritasverbandes zu sein. Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich nicht ermessen, was es en détail bedeuten wird, diese beiden Aufgaben wahrzunehmen. Denn mit Ausnahme der Jahre, da mein Vorgänger in diesem Amt, Weihbischof Franz Josef Gebert, Weihbischof wurde, hatten alle Vorsitzenden des Diözesancaritasverbandes ausschließlich diesen Auftrag auszufüllen. Hilfreich finde ich da ein Wort aus der Tradition der frühen Mönche, der ich durch meinen Namenspatron verbunden bin: "Den Schlaf der Nacht verkürzen und die Stunden des Tages auskaufen und sich selbst nicht schonen, und dann begreifen, all das ist Scherz – ja das ist Ernst."

Domkapitular Benedikt Welter, Pfarrer

Vorsitzender des Diözesancaritasverbandes

Rauszeit- aktiv & achtsam

Der Walk mit Achtsamkeitsübungen wird in einem moderaten Tempo erfolgen. Die Verbindung von Bewegung und Achtsamkeit hilft Stress abzubauen und innere Ruhe zu fördern und damit das Wohlbefinden zu steigern.

Termin: Freitag, 5. April 2024 von 10 bis 12 Uhr

Treffpunkt am Wanderparkplatz am Gut Mariahof

 

Familienfrühstück auf Mariahof

Termin: Sonntag, 7. April 2024, 9 – 12 Uhr

Alle Familienmitglieder sind herzlich willkommen. Eine Anmeldung ist notwendig
(bis Freitag, 05. 04.2024)

Teilnahmebeitrag 5 € pro Person ab 15 Jahre

Info u. Anmeldung: Julia Montgomery

Whatsapp 01522-8034735, Mail: jule_trier@yahoo.de

 

Willkommens-Café

Die monatlichen Treffen im Willkommenscafé sind eine Plattform der Begegnung, wir kommen miteinander ins Gespräch und tauschen Erfahrungen aus. Wir planen und führen gemeinsame Aktionen wie Kochen, Tanzen, Ausflüge oder Spiele durch und lernen so unsere unterschiedlichen Kulturen kennen. Wir freuen uns, auch Bürger unseres Stadtteils willkommen zu heißen, denn das Willkommenscafé trägt dazu bei, dass Integration besser gelingt.

Termin: Donnerstag, 11. April 2024, 10 – 12 Uhr

Suppentag

Freuen Sie sich bei unserem Suppentag auf einen herzhaften Eintopf, den wir aus frischen Zutaten zubereiten.

Damit wir besser planen können bitten wir um Anmeldung im Stadtteiltreff oder unter
Telefon-Nr. 0651/33621 (Bonertz)

Termin: Donnerstag, 18. April 2024, ab 11.45 Uhr

 

Seniorenkaffee

Der Bürgerverein Mariahof lädt die Seniorinnen und Senioren des Stadtteils zu Kaffee und Kuchen ins Stadtteiltreff Mariahof ein.
Termin: Mittwoch, 24. Apr. 2024, 15 Uhr

 

Elternfrühstück Krümeltreff

Jeweils am 4. Donnerstag im Monat findet das Elternfrühstück Krümeltreff für Eltern/Bezugspersonen mit Kindern von 0-3 Jahren statt. Im Rahmen eines gemütlichen Frühstücks besteht Gelegenheit zum Austausch mit anderen Eltern. Für Fragen rund ums Kleinkind steht bei Bedarf Frau Klinger zu Verfügung.

Termin: 25. April 2024, 9:30 Uhr bis 11:30 Uhr

Leitung: Miriam Klinger

Teilnahmebeitrag: 5 €

Infos und Anmeldung: Miriam Klinger Tel. 0179-4572912, auch über WhatsApp, oder Kerstin Katharina Vogel, Gemeinwesenarbeit Mariahof,  0151 67541529 oder 0651-94873-433)

Fahrt der Chorgemeinschaft nach Maastricht am 13. Mai 2023

Nach langer coronabedingter Pause unternahm die Chorgemeinschaft Heiligkreuz endlich wieder einen Aus­flug. Das Ziel hieß Maastricht, eine der ältesten Städte der Niederlande.

Die Hinfahrt stand zunächst unter keinem guten Stern, weil der Bus auf halber Strecke eine Panne hat­te. Als der Chor dann aber – cum omnibus cantoribus – einen Bus-Kanon sang, den Chorleiter Pütz spontan getextet hatte, war in Nullkommanichts ein Ersatzbus da, der uns mit minimaler Ver­spätung nach Maastricht zur Führung in die Liebfrauenbasilika brachte. Diese Kirche sieht von außen eher wie eine Festung aus, ist innen aber wunderschön.

Während alle Sänger sich hinterher zum Gemeinschaftsbild aufstellten, hörte man schon den ein- oder anderen Magen auf Niederländisch knurren. Dem konnte man mit frijtjes schnell Abhilfe verschaffen. Am Markt gab es sie – ungelogen – mit Gulasch und Sauerbraten.

Nachmittags erkundeten wir in mehreren Gruppen die Besonderheiten der Stadt, z. B. per Schiff auf der Maas, mit dem „Sonnenzug“, einer Art solarbetriebenem „Römerexpress“, oder zu Fuß. Die Fußgänger standen unter besonderem Schutz: Der heilige Servatius, Eisheiliger und Patron der Fußkranken, ist in Maastricht allgegenwärtig. Eine Kirche und eine Brücke sind nach ihm be­nannt. Und ausgerechnet dieser Brücke hat man zwei von ihren „Füßen“ geklaut, um die Schiff­fahrt zu ermöglichen.

Maastrichts Zentrum steht als Ganzes unter Denkmalschutz. Und hier kann man auch, wenn man mag, zur Hölle gehen, genauer gesagt durch die Höllenpforte zum Pesthaus (wie gut, dass das Mittelalter Ge­schichte ist …), sich den knallroten Turm von St. Johannes anschauen oder auf dem größten Platz der Stadt, dem Vrijthof (was nicht „Friedhof“ bedeutet) über die Kirmes bummeln und die frisch einver­leibten Fritten auf Achterbahnfahrt schicken. Die schönste Buchhandlung der Welt in einer entweihten Kirche begeisterte alle. Und im Café in der Apsis gab es leckere Getränke – ganz stilgerecht an einem kreuz­förmigen Tisch. In der Basilika des Servatius, wo ein Duo mit Gitarre und Geige Lieder im Taizé-Stil vortrug, haben einige von uns spontan mitgesungen. Derweil lieferte sich die Chorjugend im Stadtpark Frisbee- und Ballduelle oder ging auf Muttertags-Geschenke-Shopping. Dass da auch mal ein Canna­bis-Lutscher prüfend begutachtet wurde – nun ja – entspannte Mütter sind glückliche Mütter…

Gerade als die gute Wetterfee uns im Stich zu lassen drohte, war es Zeit für die Rückfahrt, die fröh­lich und pannenfrei verlief.

Christiane Frenster-Nakayama

Fotos

PUERI-CANTORES-Chorfestival Juli 2022 in Florenz

mit jugendlichen Sänger/innen unserer Chöre aus Heiligkreuz

Weitere Fotos

Video 1 (2:48)    Video 2 (6:06)

Gaudete et exultate – Freut euch und jubelt!

Internationales PUERI-CANTORES-Chorfestival 2022 in Florenz

mit jugendlichen Sänger/innen unserer Chöre aus Trier-Heiligkreuz

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Wegen Corona leider zweimal verschoben... Nun aber war es endlich soweit: Das ursprünglich für 2020 geplante internationale Festival des Chorverbandes PUERI CANTORES fand vom 13. bis 17. Juli 2022 in Florenz statt!

Unser A-Kinderchor und die jugendlichen Sänger/innen der Chorgemeinschaft Heiligkreuz waren mit 18 Teilnehmern dabei. Zusammen mit Chorsängern aus Bettingen, Oberwesel und Pronsfeld bildeten wir den Diözesanjugendchor Trier. Von den insgesamt rund 40 Sänger/innen aus dem Bistum Trier stellten die Teilnehmer aus Heiligkreuz also fast die Hälfte!

Gestärkt mit dem Reisesegen, den uns unser Pastor, Domkapitular Benedikt Welter spendete, ging es am Dienstag, 12. Juli abends um 21 Uhr ab dem Kirchplatz Trier-Heiligkreuz los auf die lange Busfahrt.

Rund 2.500 junge Sängerinnen und Sänger aus aller Welt, unter anderem aus Frankreich, Spanien, Italien, Schweden, Polen und Mexiko kamen in der italienischen Metropole der Toskana zusammen. Allein etwa 30 Chorgruppen mit über 1.200 Teilnehmenden waren aus Deutschland angereist. Das konnte sich sehen und hören lassen (siehe auch https://pueri-cantores.de/gaudete-et-exsultate-internationales-chorfestival-in-florenz/ und https://pueri-cantores.de/impressionen-vom-internationalen-festival-florenz-2022/)!

Am späten Nachmittag des 13. Juli begegneten sich die Chöre erstmals auf der Piazza della Signoria in ausgelassener Atmosphäre zur feierlichen Eröffnung des Festivals. Vor beein­druckender Kulisse des Palazzo Vecchio gab es neben der Begrüßung der Teilnehmer und Ehren­gäste ein erstes Erlebnis des gemeinsamen Singens aller anwesenden Chöre sowie auch eine Parade der mittelalterlichen Zünfte mit klassischem, akrobatischem Fahnenwerfen.

Auf diesem wunderschönen Platz fand am Donnerstagvormittag auch das große Friedensgebet „Prayer for Peace“ mit allen Chören statt. Am Nachmittag und Abend schlossen sich Open-Air-Konzerte und Konzerte in verschiedenen Kirchen der Stadt an. Hier begegneten sich jeweils Chöre aus verschiedenen Ländern.

So gab auch unser Diözesanjugendchor Trier sein erstes Open-Singing-Concert mit einem mehrsprachigen Programm auf der Piazza vor der Basilica San Lorenzo. Wir sangen Gospels, Folklore- und Volkslieder aus verschiedenen Ländern, lustige Kanons und swingende Chorstücke. Mit großer Begeisterung machte das Publikum mit, angeregt und gestützt durch unseren Gesang und die engagierte Leitung und Moderation von Matthias Balzer, Vizepräsident des Internationalen Pueri-Cantores-Verbandes.

Von unserem Hotel in Florenz-Signa aus fuhren wir jeweils nach dem Frühstück mit dem Zug in die Innenstadt, wo wir in der Nähe des Domes in einem Restaurant mittags und abends verpflegt wurden.

Der Freitag stand zunächst ganz im Zeichen der Messfeiern der einzelnen Nationalverbände in den verschiedenen Landessprachen. Die Sängerinnen und Sänger aus Deutschland kamen dazu in einer der schönsten Kirchen der Stadt, der Basilica di Santa Croce zusammen. Auch hier durften wir trotz hochsommerlicher Temperaturen eine fröhliche Festivalstimmung und echte Gemeinschaft erleben.

Der Diözesanjugendchor Trier lud anschließend erneut zu einem ebenso erfolgreichen Offenen Singen auf die Piazza vor der Basilika San Lorenzo ein. Zu den hunderten Besuchern der Pueri Cantores gesellten sich bald auch Touristen und Bewohner/innen der Stadt. Ein drittes Konzert gaben wir abwechselnd mit Chören aus anderen Ländern kurz zuvor auf dem Kirchplatz der Basilika Santa Maria Novella.

Zwischendurch war immer wieder Zeit zur freien Verfügung, die manche von uns mit einem Besuch der Uffizien, weiterer Museen, einer Besichtigung der Ponte Vecchio oder mit einem Stadtbummel ausfüllten.

Am Freitagabend besuchten einige unserer Teilnehmer ein qualitätvolles Chorkonzert in der Kirche Santa Maria Maggiore. Auf sehr hohem Niveau sangen dort der Jugendchor St. Remigius aus Düsseldorf sowie die Jugendkantorei am Eichstätter Dom unter der Leitung von Domkapellmeister Manfred Faig, der bis vor kurzem als Chorleiter in Koblenz tätig war. Er war überrascht und freute sich, Besucher aus seinem ehemaligen Bistum an diesem Ort zu sehen.

Am Samstag hatten die Teilnehmer aus Trier-Heiligkreuz weniger offizielles Programm. Wir begannen zunächst mit einer Stadtrundfahrt, bei der wir auch Bereiche und Sehenswürdigkeiten außerhalb der Innenstadt gezeigt und erklärt bekamen. Viele nutzten den uns dankenswerter Weise gesponserten Hop-on-Hop-off-Bus noch mehrere Male am gleichen Tag, um erneut zu einzelnen Punkten in der Stadt zu fahren und sie sich in Ruhe nochmals anzuschauen.

Ausklang des Samstags waren die Galakonzerte am Abend. Einige unserer Teilnehmer entschieden sich für das Konzert in der bedeutenden Basilika Santa Maria Novella mit dem berühmten Kruzifix von Giotto. Drei Chöre gestalteten dieses Galakonzert: Les Petits Chanteurs de Belgique, die Mädchenkantorei am Paderborner Dom und die Pueri Cantantes Cathedralis aus Stockholm, Schweden.

Als krönenden Abschluss feierte der Erzbischof von Florenz, Giuseppe Kardinal Betori, am Sonntag ein großes Pontifikalamt mit allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern in der Kathedrale Santa Maria del Fiore. Das üppige musikalische Programm unter anderem mit Händels Halleluja, begleitet von Orgel, Bläsern und Pauken, gesungen von tausenden Stimmen jugendlicher Sängerinnen und Sänger, setzte dem Festival einen würdigen und imposanten Schlusspunkt.

Diese fünf Tage in Florenz voller Musik, Glaube und Begegnung werden unvergesslich bleiben und uns noch sehr lange in unserem Singen beflügeln!

Dekanatskantor Burkhard Pütz und die Sänger/innen
des Kinderchores und der Chorgemeinschaft Heiligkreuz

Musik und Wort zur Passion

„Die Sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze“ von Joseph Haydn (1732-1809) haben eine interessante Geschichte: Haydn hat das Auftragswerk 1787 zunächst für die Aufführung in einer unterirdischen Grotte im südspanischen Cádiz als rein instrumentale Andachtsmusik für Orchester komponiert – dort wurden die von den biblischen Evangelien überlieferten letzten Worte Christi in lateinischer Sprache verlesen und zwischendurch gleichsam von der Musik kommentiert. Haydn hat sein Stück zunächst für Streichquartett umgearbeitet und 1796 auch eine deutschsprachige Fassung für Chor, Solisten und Orchester geschaffen.

In unserer Veranstaltung „Musik und Wort zur Passion“ am Freitag, 31. März 2023 um 19.00 Uhr wird in der Pfarrkirche Heiligkreuz diese bedeutende Komposition in der Streichquartettfassung aufgeführt. Umrahmt von einer Einleitung und dem „Erdbeben“ nach seinem Tod am Kreuz werden die letzten Sätze Jesu eindrucksvoll musikalisch ausgedeutet.

Ausführende sind das SUBITO QUARTETT mit Laurentiu Candea und Dorothee Hesse (Violine), Tinatin Gnitecki (Viola) und Christine Rutz (Violoncello). Ergänzend hierzu spielt Dekanatskantor Burkhard Pütz Orgelwerke von Johann Sebastian Bach. Betrachtende Texte (Silvia Schmitz-Metzler und Christoph Berger) laden zur Besinnung ein.

Der Eintritt ist frei. Es wird um eine Spende gebeten.

Herzliche Einladung!

KONZERT zum Orgeljubiläum

25 plus 2 Jahre Sauer-Orgel in Heiligkreuz

Anlässlich des Orgeljubiläums fand am Sonntag „Cantate“, 15. Mai 2022 um 18.00 Uhr in der Pfarrkirche Heiligkreuz das Jubiläumskonzert mit David Cassan aus Paris (www.davidcassan.com) statt.

Das Konzert konnte wegen der Corona-Pandemie am Jahrestag der Orgelweihe, am 22. März 2020 nicht stattfinden. Es wurde am 15. Mai 2022 mit dem gleichen Solisten nachgeholt.

Zur Aufführung kamen Orgelwerke von Johann Sebastian Bach, César Franck (200. Geburts­jahr), Marcel Dupré, Maurice Duruflé (120. Geburtsjahr) sowie Improvisationen über verschiedene Themen.

Der international renommierte Konzertorganist David Cassan (geb. 1989) ist weltweit einer der führenden Organisten der jüngeren Generation, sowie ein anerkannter und von Kritikern hochgelobter Interpret.

Eintritt: 10,- € | Schüler, Auszubildende, Studierende: 5,- €  (Konzertkasse ab 17:15)

Trierischer Volksfreund vom 07.05.22

David Cassan (Paris)

Große Begeisterung der zahlreichen Besucher des Konzertes zum Orgeljubiläum
mit David Cassan aus Paris am 15. Mai 2022 in Trier-Heiligkreuz

(v.l.n.r.:) Dekanatskantor Burkhard Pütz, Konzertorganist David Cassan,
Orgelbauer Johannes Falke, Intonateur der Sauer-Orgel

„Ein Klavier, ein Klavier…!“

Förderkreis Kirchenmusik stiftet ein neues Klavier
für die Chorarbeit in der Pfarreiengemeinschaft Heiligkreuz

Der Förderkreis Kirchenmusik Trier-Heiligkreuz fördert finanziell verschiedene musikalische Pro­jekte in unserer Pfarreiengemeinschaft. Dazu gehören Aufführungen, Konzerte oder musikalische Mitgestaltung von Gottesdiensten durch die Chorgemeinschaft und unsere Kinderchöre ebenso wie das Engagement von Solisten, Organisten und Instrumentalisten.

Auch bei der „technischen“ Ausstattung legt der Förderkreis Wert auf bestmögliche Unterstützung der musikalischen Aktivitäten. So gab es über die üblichen Förderprojekte hinaus in diesem Jahr die Möglichkeit, ein neues Klavier für die kirchenmusikalische Arbeit anzuschaffen. Dies wurde er­forderlich, da eines unserer Klaviere durch Abnutzung unbrauchbar geworden war.

Dank der stetigen Spendenbereitschaft der Mitglieder des Förderkreises sowie einzelner Spender konnte erfreulicherweise ein neues, hochwertiges Instrument mit erstklassiger Technik und sehr gutem Klang aus dem Trierer Pianohaus Marcus Hübner erworben werden.

Da das Instrument in erster Linie für die Chorproben sowie zu Unterrichtszwecken eingesetzt wird, hat es in St. Maternus seinen Standort gefunden. Neben dem großen praktischen Nutzen ist diese Förderung auch ein Ausdruck der Wertschätzung gegenüber den ehrenamtlich singenden Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in unseren Chören.

Dafür ganz herzlichen Dank allen Mitgliedern, Spendern und Unterstützern des Förderkreises!

Christof Jutz, Vorsitzender Förderkreis Kirchenmusik

Burkhard Pütz, Dekanatskantor

 

 

Alle Informationen zur Kirchenmusik und zum Förderkreis finden Sie unter www.heiligkreuz-trier.de/Kirchenmusik.html

 

Werden auch Sie Mitglied im Förderkreis Kirchenmusik Trier-Heiligkreuz und fördern Sie damit das kulturelle Leben in Ihrer Pfarreien­gemeinschaft (Monatsbeitrag ab 2,50 €)! Schon mit einem kleinen Beitrag legen Sie ein gewichtiges Fundament für eine kontinuierliche, verlässliche Arbeit des Förderkreises. Beitritts­erklärungen liegen in den drei Pfarrkirchen aus.

 

Oder unterstützen Sie den Förderkreis durch eine Spende auf das Konto des Förderkreises Kirchenmusik Heiligkreuz: IBAN: DE04 5856 0103 0000 2560 06 (BIC: GENODED1TVB). Spendenbescheinigungen werden durch das Pfarrbüro ausgestellt.

25 Jahre Sauer-Orgel in Heiligkreuz

Eine Erfolgsgeschichte

Die erste Orgel in der Pfarrkirche Heiligkreuz wurde 1963 gebaut. Bereits Anfang der achtziger Jahre gab es Beschwerden über den schlechten Zustand dieses Instrumentes. Der damalige Orgelsachverständige Wolfgang Oehms bewertete 1987 die Mängel in seinem Gutachten als so schwerwiegend, dass er den Neubau einer Orgel empfahl. In den Folgejahren wurden verschiedene grundsätzliche Fragen über die klangliche und technische Gestaltung einer Orgel und deren Finanzierbarkeit erörtert. Durch mehrere Orgelexkursionen mit Besichtigungen von Orgeln verschiedener Firmen wurden zusätzliche Informationen gewonnen, um die Grundlagen für eine Entscheidung zu erarbeiten.

1990 beschloss der Verwaltungsrat der Kirchengemeinde die Anschaffung einer neuen Orgel. Im selben Jahr wurde der „Förderkreis Orgelbau Heiligkreuz“ gegründet, der die finanzielle Unterstützung des Vorhabens durch Mitgliederwerbung, Beiträge, Spenden und sonstige Aktionen organisierte.

In der Folgezeit wurde unter der Federführung von Dekanatskantor Burkhard Pütz die Disposition für die Orgel erstellt und nach Einholung mehrerer Angebote von Orgelbaufirmen eine Vorauswahl getroffen. Nach Abschluss dieser Arbeiten und weiterer sorgfältiger Orgelbesichtigungen entschied man sich 1991 für die Auftragsvergabe an die Fa. Siegfried Sauer, Höxter-Ottbergen. Nach der Genehmigung durch das Bistum erfolgte die Detailplanung und Ausarbeitung des Orgelprospektes in Abstimmung mit den Architekten. Während dieser Phase wurde die ursprünglich mit 32 Registern geplante Orgel auf 36 Register erweitert.

Weihnachten 1994 konnte dann erstmals der imposante Prospekt, die Außenansicht der neuen Orgel, in der Heiligkreuzkirche besichtigt werden. Anschließend wurde die für eine Orgel so wichtige Intonation durchgeführt, welche für das klangliche Zusammenwirken der Register und der 2328 Pfeifen ausschlaggebend ist. Endlich kam am vierten Fastensonntag, dem 26. März 1995 der Höhepunkt und Abschluss der rund fünfjährigen Vorarbeit: Die neue Orgel wurde in einem feierlichen Gottesdienst durch den ehemaligen Pfarrer und Regionaldekan Albert André geweiht. Dieser Tag war nicht nur ein Festtag für die Pfarrgemeinde Heiligkreuz, sondern auch im wahrsten Sinne des Wortes ein Sonntag „Laetare“, ein Tag der Freude, für die Mitglieder des Förderkreises Orgelbau. Sie hatten den Mut und die Bereitschaft, sich für die Finanzierung dieses großen Projektes einzusetzen.

Neben den Mitgliedsbeiträgen des Förderkreises trugen viele Groß- und Einzelspenden von Privatpersonen, Banken, Firmen und verschiedenen Organisationen, sowie Konzerte, Flohmärkte und weitere Aktivitäten zur vollständigen Finanzierung der Gesamtkosten von 644.287 DM bei.

Die künstlerische Qualität der ersten Sauer-Orgel im Bistum Trier hat seitdem sehr viel Aner­kennung gefunden. In zahlreichen Konzerten und mehreren CDs wurde ihre Klangvielfalt ein­drucksvoll präsentiert. An Weihnachten 2005 konnte dank einer großzügigen Einzelspende das Werk mit einem Zimbelstern gekrönt werden.

Wir freuen uns darüber, dass das Instrument dank seiner soliden handwerklichen Beschaffenheit und der hervorragenden klanglichen Eigenschaften bis heute dazu beiträgt, in Gottesdienst und Konzert der Frohen Botschaft Klang und Ausdruck zu verleihen.

Die Initiierung des Orgelprojektes und besonders die Bereitschaft zu seiner finanziellen Förderung stellen im Rückblick einen mutigen Schritt dar. Der Mut der Initiatoren hat sich jedoch gelohnt und dazu beigetragen, dass wir nun schon mehr als ein Vierteljahrhundert dieses schöne Instrument nutzen und hören können.

Infos zur Heiligkreuzer Orgel und Klangbeispiele auf www.burkhard-puetz.de/orgeln/heiligkreuz/.

Abbildungen:

Introitus „Resurrexi“ der Ostermesse und Alleluia zur Osternacht in der Handschrift von Simon Schörer (15 Jahre), Chorsänger und Ministrant in unserer Pfarreiengemeinschaft Heiligkreuz

 

Gregorianik heute –
verstaubte Musik oder verbindendes Fundament?

Haben Sie schon einmal eine hl. Messe im Ausland mitgefeiert? Bei Gottes­diensten in Lourdes, Santiago de Compostela, Rom oder zum Beispiel auf Kirchentagen ist es ein Aha-Erlebnis, neben Gläubigen aus anderen Nationen miteinander gemeinsam in das Glaubens­bekenntnis, das Credo oder das lateinische Vaterunser singend einstimmen zu können. Da wird bewusst, dass der Glaube auch eine gemeinsame Melodie und Sprache hat, nämlich die des Gregorianischen Chorals.

Nach Papst Gregor dem Großen († 604) benannt und unter dem Einfluss altrömischer Gesänge nördlich der Alpen im 8. Jahrhundert herausgebildet, entfaltete sich aus dieser einstimmigen liturgischen Musik nach und nach alle Kirchenmusik, die wir heute kennen. Ja sogar die gesamte abendländische Musikgeschichte ist ohne den gregorianischen Choral so nicht denkbar. Er ist das Urgestein gesungenen Glaubens, die Wurzel des christlichen Kirchengesangs. Schriftwort und musikalischer Ausdruck verbinden sich in ihm aufs Engste. Er erhebt uns durch sein Wesen und seine Wirkung in eine Atmosphäre des Sakralen, des Heiligen. Es gehört ja zur vornehmsten Aufgabe einer jeden Kirchenmusik, die nonverbale, dem rationalen Verstehen entzogene Dimension der Liturgie zu unterstützen, „die Herzen mächtig zu Gott und zum Himmel emporzuheben“ wie es das II. Vatikanische Konzil ausdrückt (SC Art. 120).

Aber brauchen wir den uralten Choral heute noch im Gottesdienst angesichts der vielen neuen Lieder und Gesänge? Ist es nicht schlichte Nostalgie, wenn wir die Gregorianik pfle­gen? Gehört sie nicht einfach ins Museum?

Die Kirche selbst sagt dazu:

„Eine Kirchenkomposition ist umso mehr kirchlich und liturgisch, je mehr sie sich in ihrer Anlage, ihrem Geist und ihrer Stimmung dem Gregorianischen Gesang nähert … Die Kirchen­musik muss in höch­stem Maße die besonderen Eigenschaften der Liturgie be­sitzen, nämlich die Heiligkeit und die Güte der Form; daraus erwächst von selbst ein wei­teres Merkmal, die Allgemeinheit.“ Hl. Pius X. (Motu proprio „Tra le sollecitudini“ 1903)

Besonders das II. Vatikanische Konzil, das viele Reformen in der Kirche einleitete, unter anderem die Liturgiereform, bekennt sich deutlich und eindeutig zum Gregorianischen Choral und dessen Pflege:

„Die Kirche betrachtet den Gregorianischen Choral als den der römischen Liturgie eigenen Gesang; demgemäß soll er in ihren liturgischen Handlungen, wenn im Übrigen die gleichen Voraussetzungen gegeben sind, den ersten Platz einnehmen.“ Liturgiekonstitution Sacrosanctum Concilium, Kapitel VI, Artikel 116 (1963)

Diese Konstitution liegt inzwischen jedoch schon über fünfzig Jahre in der Vergangenheit, dennoch ist der Anspruch auch heute noch aufrechterhalten, wie man in der Fünften Instruktion „zur ordnungsgemäßen Ausführung der Konstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils über die heilige Liturgie“ aus dem Jahre 2001 (Art. 28) nachlesen kann. Der Gregorianische Choral wird darin sogar als „unvergleichlicher Schatz“ bezeichnet. „Denn dieser Gesang trägt in höchstem Maße dazu bei, den menschlichen Geist zum Übernatürlichen zu erheben.“

Demgemäß sagt auch die geltende Grundordnung des Messbuchs aus dem Jahr 2002
(Art. 41):

„Den ersten Platz hat bei sonst gleichen Voraussetzungen der Gregorianische Choral als der der Römischen Liturgie eigene Gesang einzunehmen. Andere Arten der Kirchenmusik, besonders aber die Mehrstimmigkeit, werden keineswegs ausgeschlossen, sofern sie dem Geist der liturgischen Handlung entsprechen und die Teilnahme aller Gläubigen fördern. Da heutzutage immer häufiger Gläubige aus verschiedenen Nationen zusammenkommen, ist es gut, wenn diese wenigstens einige Teile des Messordinariums, vor allem das Glaubensbekenntnis und das Gebet des Herrn, in einfacheren Vertonungen gemeinsam lateinisch singen können.“

Der Gregorianische Choral gehört also nach wie vor zum unverzichtbaren Erbe und Profil der katholischen Kirche. „Der gregorianische Gesang ist darum bis heute ein Element der Einheit in der römischen Liturgie“ sagt der hl. Papst Johannes Paul II. (2003).

Daher gehört der Gesang des Gregorianischen Chorals als fester Bestandteil unserer gottesdienstlichen Tradition auch in unsere Gemeinden. Damit der Choral in den Gemeinden gepflegt und praktiziert wird, hat er in angemessenem Umfang mitsamt den deutschen Textübertragungen Eingang in unser neues Gebet- und Gesangbuch „Gotteslob“ gefunden.

Wir schöpfen in unseren Gottesdiensten das „Gotteslob“ mit seinen vielfältigen Gesängen in seiner ganzen Fülle aus. Psalmen, Rufe, Taizé-Gesänge, neueste und alte Lieder sowie auch die Gregorianik: All das hat seinen Platz im „Gotteslob“ und so auch in unseren Gottesdiensten, all das kommt je nach Anlass und Gegebenheit zur Ausführung.

Damit die gregorianischen Gesänge bekannt bleiben, gibt es in unserer Pfarreien­gemeinschaft seit vielen Jahren eine wertvolle Gepflogenheit: Einmal im Monat werden einzelne Elemente des Sonntags­gottesdienstes im Gregorianischen Choral ausgeführt. Dies ist im Pfarrbrief jeweils ent­sprechend angekündigt. Sofern sie nicht bereits im „Gotteslob“ enthalten sind, liegen die deutschen Textübertragungen aus. Wenn es möglich ist, wird der Gesang von unserer Choralschola unterstützt.

Die Pflege der verschiedenen Gesangsformen, vor allem aber die des Gregorianischen Cho­rals dient dazu, uns als Ortsgemeinde als ein Glied der universalen, allumfassenden katho­lischen Kirche mit allen anderen Gläubigen im Gebet zu verbinden. – So geht katholisch!

Burkhard Pütz, Dekanatskantor

Chorleben – trotz Corona –
in der Pfarreiengemeinschaft Heiligkreuz

Nachdem alle unsere Chöre, Kinderchöre und die Chorgemeinschaft, beim ersten Lockdown ab März 2020 ihre wöchentlichen Proben und die Aufführungen einstellen mussten, war vom 20. August bis Ende Oktober 2020 nochmals eine kurze Phase des Probens möglich.

Diese Chorproben fanden in der Pfarrkirche Heiligkreuz unter dem Hygienekonzept des Bistums mit den vorgeschriebenen Abstandsregeln und den übrigen Maßnahmen statt. Mit so großer räumlicher Distanz untereinander (zunächst 3 Meter in alle Richtungen, später 1,50 m) mehrstimmig zu singen, war eine völlig neue Erfahrung für die Sängerinnen und Sänger. Dieses Ex­periment erforderte einerseits eine enorme Konzentration und förderte aber auch im Gegenzug ein noch intensiveres Aufeinander-Hören. Dadurch gab es immerhin die Möglichkeit sich zu treffen und endlich wieder miteinander zu singen. Und das zum Glück nicht nur im Freien, sondern in einem gut klingenden, großen Raum.

In den monatelangen Probenpausen wurde – so gut es eben ging – der Kontakt der Chormitglieder untereinander aufrechterhalten.

Seit Juni 2021 haben nun die Proben der Kinderchorgruppen wieder eingesetzt, seit September auch die der Chorgemeinschaft, jetzt wieder in der Pfarrkirche St. Maternus.

Die Kinderchöre treffen sich wie gewohnt in drei Gruppen: Der A-Chor mit den Kindern und Ju­gendlichen, die schon seit etlichen Jahren im Chor sind. Ihre Stimmen sind recht gut entwickelt, und sie sind schon erfahren im Singen nach Noten, desgleichen im mehrstimmigen Gesang. In dieser Gruppe sind auch junge Sänger, die im letzten Winter während der Chorpause ihren Stimmwechsel vollzogen haben und nun in den Männerstimmen singen.

Im B-Kinderchor sind zurzeit die Kinder, die schon vor der Pandemie neu in den Kinderchor ge­kommen waren. Sie sind mittlerweile bereits versiert im Singen, sind trotz der Unterbrechungen durch die Pandemie dabeigeblieben und machen wie alle anderen voll Begeisterung mit. Im zweiten Schulhalbjahr werden auch sie in den A-Chor wechseln.

Die Neueinsteiger singen zunächst im C-Kinderchor. Hier werden die in der Grundschule Heilig­kreuz durch den Chorleiter vermittelten Grundlagen im Singen nach Noten (Ward-Methode) sowie eine kindgerechte Stimmbildung fortgeführt und intensiviert. Die Eltern haben sich entschieden dieses kostenfreie musikpädagogische Angebot der Pfarreien­gemeinschaft anzunehmen. So sind auch diese jüngsten Chorkinder mit ganz viel Spaß dabei.

Die Chorgemeinschaft Heiligkreuz ist ebenfalls nach den Lockdowns wieder zum Singen bereit. Bis auf einige wenige Sängerinnen sind alle wieder „an Bord“ und proben mit Freude ein neues Weih­nachtsprogramm.

Kirchenmusik gab es auch in der Zeit der Pandemie in unseren Gottesdiensten, wenn auch der Gemeindegesang lange Zeit leider gar nicht oder nur eingeschränkt möglich war: Über die Orgel­musik an unseren guten Instrumenten mit thematisch passenden Orgelwerken, sowie durch das Engagement einzelner Chorsängerinnen und -sänger, welche Vorsänger- oder Kantorendienste übernahmen oder in einer Schola Gottesdienste musikalisch mitgestalteten. Darüber hinaus er­klang trotz der widrigen Umstände an den Hochfesten Ostern und Weihnachten 2020 sowie auch Karfreitag und Ostern 2021 vierstimmiger Chorgesang in unseren Kirchen mit jeweils einem Vokal­ensemble in kleiner Besetzung.

Eine Schola aus dem Kinderchor bereicherte durch ihren Einsatz sogar vier Erstkommunionfeiern in Heiligkreuz und St. Michael.

Für jedes Engagement in dieser schwierigen Zeit und auch für das Wiederkommen nach dieser ungeplanten langen Durststrecke sei allen musikalischen Helferinnen und Helfern ein ganz herzliches Dankeschön gesagt!

Ein Ausblick auf 2022:

Kinder und Jugendliche aus dem A-Chor sowie die Jugendlichen der Chor­gemein­schaft Heiligkreuz werden mit einer stattlichen Anzahl am Internationalen Pueri-Cantores-Chor­festival vom 13. bis 18. Juli 2022 in Florenz teilnehmen, welches aufgrund der Pandemie zweimal verschoben werden musste. Darauf freuen sich alle Teilnehmenden sehr.

Außerdem wird es für alle Chorkinder sowie die Jugendlichen der Chorgemeinschaft einen Ausflug am 1. Oktober 2022 geben.

Alles in allem: Die Sängerinnen und Sänger der Heiligkreuzer Chöre haben diese ungewöhnliche Zeit gut überstanden und hoffen nun zukünftig ohne solche Unterbrechungen wieder uneingeschränkt zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen singen zu können.

Trier, den 10.11.21

Unsere Chöre proben in der Pfarrkirche St. Maternus, Karlsweg 19:

Chorgemeinschaft Heiligkreuz: Donnerstags, 19:30 bis 21:15 Uhr

Kinderchor:

-        C-Kinderchor (Neueinsteiger): Donnerstags, 16.30 bis 17.00 Uhr

-        B-Kinderchor (Fortgeschrittene): Donnerstags, 17.00 bis 17.45

-        Kinder- und Jugendchor (A-Chor): Donnerstags, 17.45 bis 18.30 Uhr

Wer Lust und Zeit hat, ist herzlich eingeladen sich an diesem inspirierenden Engagement zu beteili­gen!

Infos und Anmeldung beim Chorleiter:

Dekanatskantor Burkhard Pütz,

Tel. 0651-37625, E-Mail dekanatskantor@burkhard-puetz.de

www.burkhard-puetz.de und www.heiligkreuz-trier.de/Kirchenmusik.html

 

Tatort Altbau

Kirchen in Not – ungenutzt, umgenutzt?

 

Tagung der Handwerkskammer Koblenz mit der Architektenkammer Rheinland-Pfalz

und der Direktion Landesdenkmalpflege der Generaldirekton Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz am 6. November 2019 in der Pfarrkirche Heiligkreuz Trier

 

Programm

 

09:00

"Ihr seid Gottes Bau" (1 Kor 3,9) - Die Kirche: Alter Bau oder Altbau?

Ein geistlicher Impuls von Pfr. Theo Welsch

Begrüßung

Hermann-Josef Ehrenberg, Vorstand Architektenkammer Rheinland-Pfalz

 

10:00

Abrissbirne oder Altenheim, Kolumbarium oder Kletterhalle:

Chancen und Grenzen bei der Umnutzung von Kirchen

Dr. Martin Bredenbeck, Vorsitzender Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz

 

11:15

Dieser Ort sei geheiligt für immer

Kirchenbauten und öffentlicher Raum im Wandel

Dr. Marius Linnenborn und Dr. Andreas Poschmann, Deutsches Liturgisches Institut

 

12:00

Bürgerliches Engagement

Vertreter Förderverein Kirche Trier-Heiligkreuz e. V.

Führung durch Kirche und Kapelle

Architekt Michael R. Schwarz, Trier

 

14:00

Kirchenräume – Lebensräume. Anders Wohnen.

Jan H. Eitel und Dr. Martin Koch, vierviertel Projektentwicklungs GmbH

 

14:45

…eine Kirche ist eine Kirche, ist eine Kirche…

Ein dritter Weg

Prof. Alois Peitz, Architekt

 

Vortrag (Prof. Alois Peitz) "...eine Kirche ist eine Kirche, ist eine Kirche... - Ein dritter Weg"

 

16:00

Ausklang bei einem Orgelkonzert

Werke von Percy Whitlock, Gabriel Pierné und Marcel Dupré

Dekanatskantor Burkhard Pütz

 

Moderation: Dr. Georg Peter Karn, Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz

 

50 Jahre Pfarrei St. Maternus Trier

Gelungene Uraufführung

Zum 50-jährigen Jubiläum der Pfarrei St. Maternus fand ein Konzert mit Chor- und Orgelmusik unter dem Leitwort „Im Kreuz ist Leben“ statt.

In der vollbesetzten St. Maternus-Kirche erklang aus diesem Anlass die Motette „Im Kreuz ist Heil“ des Trierer Komponisten Joachim Reidenbach in einer Erstaufführung. Das Werk ist inspiriert durch ein Altarbild in der Pfarrkirche.

Es sangen die Chorgemeinschaft Heiligkreuz und David John Pike (Bariton), begleitet an der Orgel von Domorganist Josef Still unter der Gesamtleitung von Dekanatskantor Burkhard Pütz.

Auch der Kinderchor Heiligkreuz war musikalisch eingebunden. Einige Programmbeiträge, so das „Verleih uns Frieden“ von Mendelssohn, sangen alle Chöre gemeinsam. Andere Stücke, wie „Song of Trust“ von Stanford, präsentierten die Kinder alleine.

Einen weiteren Höhepunkt bildeten zum Abschluss die „Five Mystical Songs“ des Engländers Ralph Vaughan Williams, komponiert für Chor und Baritonsolo.

Die rund 300 Besucher dankten am Ende begeistert für die überzeugend vorgetragene Musik, spendeten lang anhaltenden Applaus und entließen die Akteure nicht ohne Zugabe.

 

 

 

Ungewissheit, aber auch Vielfältigkeit

Rückschau und Ausblick bei der Dankmesse zum Pfarrjubiläum von St. Maternus

Weiße Messgewänder, zahlreiche Konzelebranten, darunter Pfarrer Theo Welsch und seine Vorgänger Pater Paul Hoffmann und Georg Goeres, viele Messdiener, Weihrauch und ein wahrhaft himmlischer Chorgesang: Der Gottesdienst zum 50. Pfarrjubiläum ließ es an nichts fehlen, was einem großen Kirchenfest Glanz verleiht. Dennoch gab es angesichts der ungewissen Zukunft der Pfarrei auch viele nachdenkliche Töne.

Formell wurde die Pfarrei St. Maternus erst im Jahr 1967 errichtet, feiert ihren Geburtstag also erst im kommenden Jahr. Doch schon vor der offiziellen Pfarreigründung wurden Gottesdienste in der Pausenhalle der Grundschule am jetzigen Standort der Deutschen Richterakademie gefeiert, erstmals am 28. November 1966. Daher konnten die Jubiläumsfeierlichkeiten schon 2016 mit einem festlichen Gottesdienst und anschließendem Empfang am Vorabend des Christkönigsfestes beginnen.

Die Predigt der Festmesse hielt P. Hoffmann, der vor fünfzig Jahren auch die erste Messe gefeiert hatte. P. Hoffmann fühlte sich angesichts der dicht gefüllten Reihen in der Kirche an die Gründerjahre der Pfarrei erinnert, als die Gottesdienste immer gut besucht waren. Für die Zukunft gab er der Festgemeinde die Mahnung auf den Weg, dass Kirchengebäude ohne eine lebendige Gemeinde nicht wirklich das Haus Gottes sein können.

In den Fürbitten wurde an die vielen Menschen erinnert, die in den vergangenen fünfzig Jahren in St. Maternus die Taufe empfangen haben, zur Erstkommunion und Firmung geführt wurden oder die Ehe schlossen, aber auch an die verstorbenen Gemeindemitglieder.

Pfarrer Theo Welsch sprach aus, dass angesichts der bevorstehenden Strukturveränderungen im Bistum Trier die Pfarrei kaum einen hundertsten Geburtstag wird feiern können. Er betonte aber auch, dass die Neustrukturierung der Pfarreien nicht das Ende des Gemeindelebens am Ort bedeuten darf. In der Ansprache des Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Christoph Berger kam gleichfalls die Dankbarkeit für fünfzig Jahre eines fruchtbaren Miteinanders der Gemeinde, aber auch die Sorge darum zum Ausdruck, wie es mit der Gemeinde weitergehen wird.

Dafür, dass trotz manchen nachdenklichen Blicks in die Zukunft das Pfarrjubiläum als fröhliches Fest begangen und empfunden wurde, sorgte nicht zuletzt die Chorgemeinschaft Heiligkreuz, die unter der Leitung von Dekanatskantor Burkhard Pütz gemeinsam mit Instrumentalmusikern und Solisten Mozarts Spatzenmesse aufführte. Den Dank an die Sänger und Musiker stattete die Festgemeinde mit jubelndem Applaus ab.

Nach dem Gottesdienst konnten die von der Künstlerin Karin Aubart gestalteten Erinnerungskerzen zum Pfarrjubiläum und der Begleitzettel mit dem erklärenden Text erworben werden. In ihrem Begleittext stellt die Künstlerin heraus, dass das Jubiläum Anlass zur Besinnung auf die Vergangenheit und zu einem Ausblick auf die Zukunft gibt, die zwar unsicher ist, aber auch Möglichkeiten bietet.

Der anschließende Empfang gab alten und neuen Mitgliedern der Gemeinde und vielen Gästen Gelegenheit zum Austausch über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von St. Maternus. Eine besondere Attraktion war die Bilderschau im Kolpingraum. Ein Projektor warf wechselnde Bilder aus dem vergangenen halben Jahrhundert an die Wand und vermittelte einen Eindruck von Reichtum und Vielfalt des Gemeindelebens.

Dr. Thomas Rüfner

Konzert zum Jubiläum –

10 Jahre Mariahofer Klais-Fasen-Orgel

Im Jahr 2009 wurde die neue Orgel der Pfarrkirche St. Michael in Trier-Mariahof feierlich geweiht und in Dienst genommen. Das Instrument war ursprünglich im Jahr 1970 für die Kirche Herz Jesu in Essen von der bekannten Bonner Orgelbaufirma Klais angefertigt worden. Nachdem diese Kirche abgerissen wurde, erwarb die Trierer Pfarrei St. Michael vor 10 Jahren die Orgel. Sie wurde für ihren neuen Standort durch die Orgelbaufirma Hubert Fasen (Oberbettingen) renoviert und entsprechend umgestaltet.

An ihrem Patronatsfest, Sonntag, 29. September 2019, feierte die Pfarrei das Orgeljubiläum mit einem besonderen Konzert in der Pfarrkirche. Zur Aufführung kamen die Suite op. 149 für Violine, Violoncello und Orgel von Josef Gabriel Rheinberger sowie Orgelwerke von Johann Sebastian Bach und Felix Mendelssohn Bartholdy. Die Ausführenden waren Laurentiu Candea (Violine), Johannes de Wilde (Violoncello) und Dekanatskantor Burkhard Pütz an der Orgel.

Ausflug der Chorgemeinschaft Heiligkreuz nach Metz

am 7. September 2019

Die Chorgemeinschaft plant einen Ausflug in eine Stadt, die auf der Heiligkreuz-Anhöhe errichtet ist, einen Bischof namens Arnulf hatte und in ihrer Kathedrale eine Schwalbennestorgel des Orgelbauers Jean de Trèves beherbergt … Na, da kann doch gar nichts mehr schief gehen …

Et vraiment … in der Tat: Nach einer kurzweiligen Anreise per Bus begann es in der Markthalle an der Metzer Kathedrale mit einer duftenden, leckeren Erkundung der kulinarischen Genüsse Lothringens.

Weiter ging es mit Kulturgenuss: Die Führung durch die Stephanskathedrale (St. Étienne), eine der schönsten und größten gotischen Kirchen in Frankreich mit einer unglaublichen Gewölbehöhe von fast 42 Metern und einer Fensterfläche von etwa 6500 m², erwies sich als Glücksgriff, weil die kompetenten und unterhaltsamen deutschsprachigen Führerinnen ihr geballtes kunsthistorisches Wissen in interessante Anekdoten verpackten, z. B. über den ersten Metzer Bischof Clément, der das  gefräßige Ungeheuer Graoully bezwang, über Pierre Perrat, den Hauptarchitekten der Kathedrale, der seine Seele dem Teufel verschrieb, ihn dann aber raffiniert austrickste, über die Figur des Propheten Daniel mit den Zügen von Kaiser Wilhelm II., dem die NS-Behörden den Schnurrbart wegmeißeln ließen, über eine der wenigen überhaupt existierenden lächelnden Madonnenfiguren im Eingangsportal sowie über die großartigen Glasmalereien von Marc Chagall und Jacques Villon.

Nach der Dom-Führung war Zeit für das Mittagessen. Auch im Hinblick auf ihre Küche zeigte sich die Stadt in Sachen Geschmack, Service und Preis von ihrer angenehmsten Seite.

Am Nachmittag war das Programm viergeteilt: Eine Gruppe ging ins Centre Pompidou, um Aus-stellungen zeitgenössischer Kunst zu besichtigen, die zweite machte eine Führung durch die Altstadt, die dank der wiederum hervorragenden Leitung nachhaltig beeindruckte, eine dritte Gruppe erkundete mit der Bimmelbahn die Schönheiten eines ausgedehnteren Teils von Metz und eine individuelle Nachmittagsgestaltung war ebenfalls möglich. Einen gelungenen Abschluss fand der Ausflug für die Kleingruppen in den gemütlichen Metzer Cafés, wo man es sich – inspiriert vom Graoully – ungeheuer gut schmecken lassen konnte.

Erlebnis-, kultur- und himbeertörtchengesättigt stellte sich die gesamte Truppe vor der Rückfahrt zum Gemeinschaftsfoto auf – et voilà: Der eine oder andere lächelte fast genauso schön wie die steinerne Madonna …

Christiane Frenster-Nakayama